Das Leben auf dem Mehr­ge­nera­tio­nen­hof Burt­schütz hat kein vorge­ge­be­nes, festes Programm. Es entwi­ckelt sich mit den Bewoh­nern und den Bedürf­nis­sen vor Ort. Zudem werden die zukünf­tig vorhan­de­nen Gemein­schafts­räume die Möglich­kei­ten auf dem Hof deut­lich erwei­tern. Zurzeit stellt sich das Hofle­ben wie folgt dar.

Beratungsstelle

Rechts neben der Tafel ist der Eingang zur Beratungsstelle.

Auf dem Hof gibt es eine kosten­lose Bera­tungs­stelle. Ange­bo­ten werden Hilfe­stel­lun­gen zu diver­sen behörd­li­chen Angelegenheiten:

  • Arbeits­lo­sen­geld II
  • BaföG
  • Betreu­ungs­ein­rich­tung
  • Wohn­geld
  • Grund­si­che­rung
  • Bean­tra­gung von Pfle­ge­stu­fen (MDK)
  • GEZ
  • verschie­dene Wider­sprü­che verfassen
  • verschie­dene Rehabilitationsangebote
  • … und ande­res auf Anfrage
  • zudem: erste Schritte und bei Bedarf Vermitt­lung zum Ausstieg aus der Sucht

Die Bera­tungs­stelle ist jeden Mitt­woch 17–19 Uhr geöff­net. Sie können Meik Franke auch anru­fen (0176 – 76 63 85 82) oder anschrei­ben und einen indi­vi­du­el­len Termin außer­halb der Öffnungs­zei­ten ausmachen.

Hofgemeinschaft

Silves­ter 2018 in Burtschütz.

Auf dem Hof leben Menschen mit unter­schied­li­chen Welt­an­schau­un­gen gemein­sam mitein­an­der. Wir tragen uns im gegen­sei­ti­gen Respekt vor jeder Anschau­ung und Persön­lich­keit.

Wir veran­stal­ten einmal im Monat ein gemein­sa­mes Hoftref­fen, bei dem wir zusam­men­sit­zen, reden und gemein­sam essen. Manch­mal gibt es auch beson­dere Tref­fen, z.B. zur Einwei­hung des Gemein­schafts­raums, zu Silves­ter oder zu einem Spielenachmittag.

Wir tragen uns gegen­sei­tig in Nöten, Krank­hei­ten und Proble­men. Wir versu­chen Anteil zu nehmen am Erge­hen des Einzel­nen, soweit das gewünscht wird. Weiter­hin versu­chen wir, einan­der prak­tisch zu helfen, z.B. beim Einkau­fen, mit den Kindern oder bei Fahr­ten zum Arzt. 

Entge­gen der zuneh­men­den Verein­ze­lung in unse­rer Gesell­schaft wollen wir bei allem bewusst das Mitein­an­der der Genera­tio­nen leben. Fami­lien und Kinder, Ehepaare, Singles, Senio­ren – alle haben ihren Platz, können sich gegen­sei­tig berei­chern, unter­stüt­zen und etwas zu einem guten Mitein­an­der beitragen.

Impres­sio­nen von den Hoftreffen:

Christlicher Glaube

Der Glaube an Gott hat im Leben der Hofbe­woh­ner unter­schied­li­che Bedeu­tung. Für uns als Kern­team ist Gott unser Vater, unser Herr und derje­nige, der uns bedin­gungs­los liebt. Wir glau­ben, dass Gott ein großes Inter­esse daran hat, dass wir unser Leben mit ihm zusam­men gestal­ten. Diesen Glau­ben teilen nicht alle Hofbe­woh­ner. Trotz­dem achten, wert­schät­zen und helfen wir uns und leben in guter Gemein­schaft miteinander.

Gemein­sam mit der Evan­ge­li­schen Kirchen­ge­meinde in Trög­litz suchen wir als Kern­team nach Wegen, den christ­li­chen Glau­ben authen­tisch zu leben. Gemäß unse­rer Vision wollen wir Räume schaf­fen, in denen Menschen sich trauen, die tiefen Fragen des Lebens zu stel­len und – wenn sie wollen – anspre­chende Formen geleb­ten Glau­bens zu erle­ben und sie mitzugestalten.

Seit Anfang 2019 gestal­ten wir einen krea­ti­ven Fami­li­en­got­tes­dienst, an dem man ohne Vorwis­sen teil­neh­men kann und zu dem auch beson­ders kleine Kinder herz­lich will­kom­men sind. 2020 wurde das Format verän­dert und weiter gelo­ckert und findet nun unter dem Namen “Kirche Kunter­bunt” statt. Hier einige Impressionen:

Wöchent­lich tref­fen wir uns auf dem Hof zu Austausch und Gebet. Einmal im Monat feiern wir das Abendmahl.

Mitarbeit

Dass Menschen ihre Gaben entde­cken und etwas Gutes damit bewir­ken, ist uns auf dem Mehr­ge­nera­tio­nen­hof ein beson­de­res Anlie­gen. Wir sind davon über­zeugt, dass wirk­lich jeder etwas zum Wohl der ande­ren beitra­gen kann. Ideen und deren Umset­zung sind darum herz­lich will­kom­men. Wir freuen uns über jede/n, der/die mitar­bei­ten möchte!

Mitar­beit ist aller­dings kein Einzel­dienst, sondern geschieht in Abspra­che mit dem Team und rich­tet sich nach den Bedar­fen vor Ort. Außer­dem möch­ten wir kein Pool für “Gemein­de­hop­per” sein, die den Ort ihrer Mitar­beit stän­dig wechseln.